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SV Preußen – VfB Lünen

SV Preußen – VfB Lünen

Eigentlich lief alles gegen den SV Preußen am Sonntagnachmittag im Derby gegen den Tabellenführer und Nachbarn VfB Lünen. Fast 90 Minuten spielte die Mannschaft von Steven Koch in Unterzahl, hatte weitere Rückschläge zu verkraften. Dennoch drehte der Gastgeber zweimal einen Rückstand und sicherte sich am Ende überraschende wie verdiente drei Punkte in einem verrückten Lokalduell.

SV Preußen – VfB Lünen

4:3 (2:2)

Keine vier Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball erstmals im Netz. Fabian Kowalski traf für den VfB nach einem langen Ball von Dennis Wagner und Pass von Maik Küchler. Der Haken: Kowalski stand im Abseits. Der Schiedsrichter sah das nicht, der VfB führte mit 1:0.

Wenig später gab es die zweite einschneidende Schiri-Entscheidung gegen den SVP. Raphael Mark sah nach einem Schubser die Rote Karte, weil er letzter Mann war. Doch weitere Horstmarer waren fast auf gleicher Höhe und zur Stelle gewesen – eine harte Entscheidung (7.).

Gleichzeitig schien dies die Koch-Elf aber auch wachzurütteln. Horstmar war nun engagierter, spielte nach vorne und schaffte schnell den Ausgleich. Ein Schuss von Robin Hagenmeyer bereitete dem ansonsten verlässlichen VfB-Keeper Sebastian Vorwick Probleme. Er nahm den Ball unten an, die Kugel sprang hoch und hinter ihm ins Tor (9.).

Schienbeinbruch bei Preußen

In Unterzahl war der SVP besser als der Spitzenreiter. Mit den beiden A-Jugendlichen Nico Kusserow und Dominik Nitsche sowie dem Altherrenspieler Dennis Siegerink bewies Trainer Steven Koch ein glückliches Händchen bei der Aufstellung. Erst Pascal Beck und dann Siegerink per Lattentreffer verpassten die Führung. Letzterer musste kurz darauf nach Foulspiel verletzt mit Schienbeinbruch vom Platz. Für ihn kam mit Christian Quast ein weiterer SVP-Oldie aufs Feld.

Auch Bördeling reagierte, brachte nach einer halben Stunde den angeschlagenen Goalgetter Tim Gehrmann. Der VfB-Stürmer glich mit dem Pausenpfiff nach Vorlage durch Maik Garcia Rodriguez immerhin zum 2:2 aus.

Unruhige Defensive der Süder

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Horstmar zunächst die besseren Chancen. Beck scheiterte zweimal aus kurzer Distanz. Für den VfB köpfte Maik Küchler knapp übers Tor. Der eingewechselte Oliver Hilkenbach sorgte bei Standardsituationen für Torgefahr. Nach einem Hilkenbach-Freistoß aus dem Halbfeld stocherte Christopher Weis den Ball zur VfB-Führung rein (71.).

Ein weiterer Torwart-Fehler kurz darauf machte die VfB-Siegambitionen jedoch zunichte (75.). Einen leichten Beck-Schuss bekam Vorwick nicht zu fassen, Maurice Adamsky staubte für die Preußen zum Ausgleich ab. Wenig später folgte gar der Führungstreffer, erneut eingeleitet durch einen krassen Süder Defensivfehler: Ein Weis-Rückpass zum Torhüter war zu lasch. Frenzel fing den Ball ab und traf zum 4:3.

Mit Glück um Gelb-Rot herumgekommen

In den letzten Minuten waren die Süder zwar bemüht. Doch zum Ausgleich kamen sie nicht mehr. Preußens Quast hatte Glück nach klarem Handspiel nicht die Ampelkarte zu sehen.

„Wenn man in ein Derby geht ohne die richtige Einstellung, dann passiert so etwas“, sah VfB-Coach Mark Bördeling eine verdiente Niederlage seiner Elf. „Angesichts der Umstände war das eine Bombenleistung. Die Jungs haben Moral bewiesen und sich diesen Sieg verdient“, resümierte Koch.

SV Preußen: Möller – Beck, Kusserow, Fluder, Kleine-Bernink, Mark, Hagenmeyer (70. Adamsky), Nitsche (75. Frenzel), S. Serges, Siegerink (22. Quast), Hans

VfB Lünen: Vorwick – Bartsch, Küchler, Scheuren, Weis, Garcia Rodriguez, Schulze Weiling (80. Althoff), Salmen (31. Gehrmann), Kowalski, Wagner (64. Hilkenbach), Harder

Tore: 0:1 Kowalski (4.), 1:1 Hagenmeyer (9.), 2:1 Hagenmeyer (37.), 2:2 Gehrmann (45.+1), 2:3 Weis (71.), 3:3 Adamsky (76.), 4:3 Frenzel (79.)

Rote Karte: Gegen Mark (7., wegen Notbremse/SVP)

Quelle: Ruhr Nachrichten

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